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Seltener Blick hinter die Kulissen:

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Historische Gipsabgüsse nach antiken Skulpturen werden für die Ausstellung SKULPTURAL. Die neuen Galerien von Restauratorin vorbereitet

Besucher*innen bekommen ab Ende Januar 2026 an ausgewählten Museumstagen Einblick in die Arbeiten

Kuratorin, Leiterin Sammlung und Forschungsprojekt: Dr. Annabelle Görgen-Lammers
Assistenzkuratorin, Projektkoordinatorin und wissenschaftl. Mitarbeiterin: Ann-Kathrin Hubrich
Wissenschaftl. Mitarbeiter Numismatik: Patrik Pohl
Produktionsmanagerin und Projektassistentin: Petra Bassen
Student. Mitarbeit: Tessa Scheunert und Dana Zacharias
 

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert ab dem 24. April 2026 erstmals umfassend ihre Skulpturensammlung mit der medien- und epochenübergreifenden Schau SKULPTURAL. Die neuen Galerien, und dies bereichert um einzigartige Leihgaben. In diesem Rahmen sind auch 26 teils überlebensgroße Werke der ehemaligen Museumssammlung von Gipsabgüssen des 19. Jahrhunderts nach antiken Skulpturen als Leihgabe der Universität Hamburg an ihren prominenten ersten Aufstellungsort zurückgekehrt – die Hamburger Kunsthalle. Mit der Wiederentdeckung, Präsentation, Befragung und Kontextualisierung des Antikenideals untersucht das Museum einen seiner Gründungspfeiler. Die historischen Gipsabgüsse nach Meisterwerken der Antike, teils überlebensgroße Statuen von griechischen Gottheiten, teils Porträts, erzählerische Reliefs und Kleinstplastiken bilden ab 24. April einen Auftakt der neuen Skulpturengalerien.

Das Besondere: Besucher*innen der Kunsthalle erhalten bereits Ende Januar / Anfang Februar 2026 für kurze Zeit Einblick in die konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen zur Vorbereitung der historischen Abgüsse für ihre spätere Präsentation in einem offen einsehbaren Arbeitsbereich. Der Blick führt dabei zugleich in einen der mit Eröffnung der Skulpturengalerien neu zugänglichen und vielfältig erlebbaren Ausstellungssäle – welcher derzeit in Referenz zur Museumsgeschichte baulich und gestalterisch vorbereitet wird; er schließt direkt an das Museumscafé an. 

Bei zwei Gesprächsveranstaltungen können Teilnehmer*innen zudem Fragen an die Restauratorin Aurelia Badde und ausgewählte Projektbeteiligte stellen – dies ist im Rahmen des Schaufensterblicks nicht möglich.

 

Ehemalige Museumssammlung von historischen Gipsabgüssen nach Antike/Kooperation mit der Universität Hamburg:

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts von Künstler*innen für die Kunsthalle angeregt und angelegt, bis in die 1920er Jahre durch Wissenschaftler des Museums aus aller Welt zusammengetragen, ausgebaut und präsentiert, umfasste der Gründungsbestand der Kunsthalle über 200 historische Gipsabgüsse nach skulpturalen Meisterwerken, zumeist der griechischen und römischen Antike. Prominent platziert im gesamten Erdgeschoss des Gründungsbaus bildeten sie – und damit das Antikenideal – lange den Wesenskern des Museums als Studien- und Ausbildungsstätte. Nach einer über 70-jährigen wechselvollen Präsentationsgeschichte und Abgabe der Bestände an die Universität Hamburg in den 1980er Jahren erinnerte bislang nur noch der umlaufende Parthenonfries im klassizistischen Säulensaal, heute Ort des Museumscafés, an die historische Bedeutung der Antike und ihrer Rezeption für die Hamburger Kunsthalle.

Zur Ausstellung SKULPTURAL überlässt die Universität Hamburg (Fakultät für Geisteswissenschaften, Fachbereich Kulturwissenschaften, Institut für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes) dem Museum nun ausgewählte Spitzenstücke als Leihgabe für zehn Jahre. Die Kooperation mit der Universität Hamburg steht dabei im Zeichen der fruchtbaren Praxis des Wissenstransfers und des wissenschaftlichen Austauschs zu Geschichte, Präsentationsformen sowie den unterschiedlichen Kontexten der Gipsabguss-Sammlung, die die beiden Institutionen verbindet. 

 

Schaufenster für Besucher*innen
Blick in zukünftigen Ausstellungssaal, direkt angrenzend an das Museumscafé 

Dienstag, 27. Januar bis einschließlich Freitag, 30. Januar 2026
Dienstag, 3. Februar bis Donnerstag, 5. Februar 2026 

Jeweils von 10 Uhr bis 12.30 Uhr sowie von 13.30 Uhr bis 18 Uhr

Teilnahme: Ohne Anmeldung / im Eintritt enthalten

 

Gesprächsveranstaltungen zum Schaufenster

»Die Antiken neu sehen«
Donnerstag, 29. Januar 2026, 15.30 bis 16.30 Uhr 

Mit: Aurelia Badde, M.A. (freiberufliche Restauratorin), Dr. Annabelle Görgen-Lammers (Hamburger Kunsthalle, Leiterin Projekt und Sammlung Skulptur & Plastik bis 1960 sowie Ausstellungskuratorin) sowie Dr. Fanny Opdenhoff (Universität Hamburg, Juniorprofessorin an der Fakultät für Geisteswissenschaften, Fachbereich Kulturwissenschaften, Institut für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes)

 

Mittwoch 4. Februar 2026, 16.30 bis 17.30 Uhr

Mit: Aurelia Badde, M.A. (freiberufliche Restauratorin), Ann-Kathrin Hubrich (Hamburger Kunsthalle, Assistenzkuratorin) und Prof. Dr. Christof Berns (Universität Hamburg, Professor an der Fakultät für Geisteswissenschaften, Fachbereich Kulturwissenschaften und stellvertretende Leitung des Instituts für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes)

Teilnahme: Jeweils begrenzte Teilnehmer*innenzahl / keine Anmeldung erforderlich / im Eintritt enthalten 

 

Ausstellung SKULPTURAL. Die neuen Galerien (24. April 2026 bis 11. April 2027) 

Für die erstmalige umfassende Präsentation der Skulpturensammlung der Hamburger Kunsthalle werden über 500 Skulpturen, Reliefs, Gemälde, Graphiken, Fotos, Raum- und Video-installationen aus 2.500 Jahren Kunstgeschichte zusammengetragen – darunter Spitzenleihgaben aus dem Pariser Musée d’Orsay und europäischen Privatsammlungen. 

Ein besonderer Fokus liegt auf einem neu entdeckten, ebenfalls von dem frühen Antikenideal und der Antikenrezeption der Kunsthalle geprägten, Sammlungsschatz, der im Rahmen eines die Ausstellung begleitenden Forschungsprojektes erstmals gesichtet, restauriert, digitalisiert und im Kontext erforscht wird: Rund 6.000 Münzen, Medaillen und Plaketten von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Eine Auswahl dieser »Kleinstskulpturen«, wie der Gründungsdirektor Alfred Lichtwark sie auffasste, wird in der Ausstellung gezeigt. Präsentiert wird die Schau in Sälen, die für das Projekt teils erschlossen oder fundamental neugestaltet werden, für eine kritische wie kreative Auseinandersetzung mit unter anderem dem Antikenideal, das im Zentrum der Gründung der Kunsthalle stand und das bis heute unsere Wahrnehmung vielfältig prägt. 

Ermöglicht werden das Forschungsprojekt und die Ausstellungspräsentation durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung.

Zu den weiteren Kooperationspartner*innen zählen neben der Universität Hamburg, die Staatlichen Museen zu Berlin und das Musée d’Orsay, Paris.
 

Medien-Informationsblatt 27.Januar 2026

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Pressesprecherin & Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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